Gesucht: der Tornadomann

00-tornadomannEine lange Wanderung sollte es nicht werden – eher ein Spaziergang – der Weg durch das Hüttertal bei Radeberg. Das Hüttertal ist wahrscheinlich eines der kleinsten deutschen  Landschaftsschutzgebiete. Es beginnt unmittelbar am Schloss Klippenstein. Ein Wanderweg – Markierung roter Strich – führt zunächst in die idyllische Flusslandschaft der Großen Röder. Leider ist es mit der Ruhe schon nach wenigen Metern vorbei. Die vor einigen Jahren gebaute Umgehungsstraße S177 überquert das Tal, riesige Betonpfeile verunstalten die Landschaft. Wir laufen unter dem hoch über uns rollenden Autoverkehr durch und stoßen bald darauf auf ein Hinweisschild. Eine Stufenreihe führt den Hang hinauf und soll uns zum Tornadomann bringen.

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Tornadomann?  Im Jahr 2011 hatte der Holzkünstler Dirk Hantschmann eine Skulptur errichtet, die an den verheerenden Wirbelsturm vom 24.05.2010 erinnern soll. Aus dem Stamm – oder besser den verbliebenen Resten – einer einst mächtigen Eiche schuf der Künstler mit einer Motorsäge den ‚Tornadomann‘. So konnte ich es später im weltweiten Netz nachlesen.

Wir steigen also erwartungsfroh die Stufen hinauf und sehen: nichts. Kein Tornadomann, kein Hinweisschild, nur die grüne Natur, die die Tornadoschäden an dieser Stelle überwunden hat, sofern es hier Schäden gab. Etwas ratlos laufen wir hin und her. In der unmittelbaren Umgebung ist der Tornadomann auch nicht zu finden. Wir müssen vielmehr den Weg Richtung Radeberg zurückgehen, also etwa 15 oder 20 Meter oberhalb des Wanderweges wieder unter der Hochstraße hindurch und finden schließlich die Skulptur. Eine wirklich kuriose Wegweisung. Wer den Tornadomann sucht sollte also – aus Radeberg kommend – schon vor der großen Autobrücke einen schmalen Weg den Hang hinauf nutzen, um den sonst notwendigen Rückweg zu vermeiden.

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Kartenausschnitt: Copyright Open Street Map Karte – Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

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Wir sind dann nochmals in unsere eigentliche Gehrichtung gelaufen, also zum dritten Mal unter der ‚lauten‘ Überführung durch, und gelangten bald zur Hüttertalbaude. Unterwegs sehen wir noch weitere Holzkunstwerke mit Bezug auf den Tornado. An der Baude bietet ein kleiner Imbiss mit ausreichend Sitzplätzen bei schönem Wetter eine gute Rastmöglichkeit. Die Öffnungszeiten beschränken sich allerdings offensichtlich auf die Wochenenden und auf Feiertage in der Zeit zwischen 11.00 Uhr und 17.00 Uhr. So stand es zumindest mit Kreide an einer Tafel geschrieben.

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Wallroda – Storchennnest

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Felixturm

Wir wollen noch eine kleine Wanderung anhängen und laufen am Bogenschießplatz vorbei immer entlang der Markierung roter Strich bis zum Ortseingang von Wallroda. Hier orientieren wir uns weiter an der Markierung grüner Punkt, die uns bis zum Kohlsdorfweg begleitet. Weiter geht es jetzt auf diesem Weg (Markierung gelber Strich) am – leider geschlossenen – Felixturm vorbei, wieder zurück ins Hüttertal und zu unserem Ausgangspunkt Schloss Klippenstein. Die kleine Tour ist etwa 6 km lang und in 1,5 bis 2 Stunden zu absolvieren.

Auf dem Ausschnitt der Open Street Map Karte ist der Verlauf unserer Wanderung sehr gut nachvollziehbar.

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Kartenausschnitt: Copyright Open Street Map Karte – Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

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