Ende des Flachlandwinters

zwischen Hermsdorf und Medingen unterwegs

Es hatte tatsächlich geschneit. Direkt vor unserer Haustür lagen mehr als 20 Zentimeter Schnee. Bei Nachttemperaturen im zweistelligen Minusbereich und Dauerfrost am Tag blieb uns die weiße Pracht einige Tage erhalten. Dann herrschte an diesem Sonntag (13. Februar 2021) auch noch Kaiserwetter. Uns hielt nichts mehr zu Hause, nur im 15 Kilometer Umkreis. Denn die restriktiven Coronamaßnahmen im Landkreis Bautzen galten immer noch. Obwohl der sogenannte Inzidenzwert bereits seit vier Tagen deutlich unter der (willkürlich) festgelegten Marke von 100 lag, sollten wir unser Haus möglichst nicht verlassen. Aber das ist nicht unser Thema.

idyllische Winterlandschaft
kleine Abfahrt in Hermsdorf (Ottendorf-Okrilla)kleine Abfahrt in Hermsdorf (Ottendorf-Okrilla)An diesem Tag wollten wir ein Gebiet mit Skiern erwandern, welches wir in Kindertagen als „Abfahrtsgelände“ kannten. Denn unsere Heimat ist kein Flachland im eigentlichen Sinn, sondern besteht überwiegend aus kleinen Hügeln und Kuppen. Für Kinder bis etwa 10 Jahre also durchaus ein geeignetes Gelände zum Ski- oder Schlittenfahren, wie wir das Rodeln nennen. Weiterlesen

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Wintersaison(?)

Anfang November 2020 hatte ich meine Abfahrtsskier zum Service gebracht. Einige Tage später stellte ich sie mit frisch geschärften Stahlkanten und präparierter Laufsohle in den Keller. Mit großer Vorfreude erwartete ich den ersten Schnee. Der kam zunächst nicht. Dafür der nächste Lockdown.

Als es im Erzgebirge endlich zu schneien begann, blieben die Lifte stehen. Im Januar einigten sich die Betreiber mit dem zuständigen sächsischen Ministerium darauf, dass die Lifte in dieser Saison nicht mehr eingeschaltet werden sollen. Dafür erreichte mich eine Mail vom Bergverlag Rölke mit den besten Wünschen für ein gesundes neues Jahr mit erlebnisreichen Wanderungen, Ski- und Bergtouren. Ich zitiere den weiteren Text kurz: „Jetzt in der Winterszeit hoffen wir, dass unsere Langlaufgebiete bald wieder uneingeschränkt zugänglich sein werden und möchten Ihnen unseren Skitourenführer für das Osterzgebirge empfehlen. Aktuell liegen rund um Altenberg knapp 20 cm Schnee, die Loipen sind gespurt und es herrschen erfreulich gute Langlaufbedingungen.“

Also die Loipen sind ja wenigstens gespurt. Dann holen wir unsere Cruising Skier aus dem Keller. Aber halt, unser Landesvater hat uns doch eine Ausgangssperre und einen Bewegungsradius von 15 Kilometer verordnet, von der Wohnadresse aus, wohlgemerkt. Leider liegt das Osterzgebirge etwa 50 Kilometer von meiner Wohnung entfernt.
Auch in der Oberlausitz hatte es nach dem 10. Januar reichlich geschneit. In Steina und in Neukirch am Valtenberg wurden die Loipen präpariert, wie man am 15.01.2021 auf der Steinaer Homepage nachlesen konnte: „In Steina herrschen gute Wintersportbedingungen. Es sind ca. 15 km Langlaufloipen gespurt. Skilangläufer können wieder ihrem Hobby nachgehen, solange sie sich im Radius von 15 km vom Wohnort bewegen.“

Der MDR meldete am 13.01.2021 auf seine Homepage  „Unterwegs im Pistenbully – Frische Loipen am Valtenberg gespurt… Die alpine Skisaison in Sachsen ist abgeblasen worden. Darauf hat sich am Dienstag Tourismusministerin Barbara Klepsch mit den Liftbetreibern verständigt. Skilangläufer allerdings dürfen ihrem Hobby weiter nachgehen, solange sie sich im Radius von 15 Kilometern vom Wohnort bewegen. Am Valtenberg in Neukirch in der Lausitz sind deshalb am Mittwochmorgen die Loipen frisch gespurt worden.“ Schöne bunte Foto veranschaulichen den Inhalt.

Merken die Journalisten eigentlich noch irgendetwas? Altenberg veröffentlicht wenigstens keine aktuellen Fotos und Schneehöhen.

Lange waren wir hin- und hergerissen, ob wir bis nach Steina und damit leicht außerhalb unseres zugewiesenen Bewegungsraums fahren, aber dann begann es bei uns zu schneien.

Etwa 10 Zentimeter Neuschnee lag auf den Feldern vor unserem Heimatort. Dann nichts wie los. Einige Enthusiasten hatten bereits vorgespurt. So wurde es dann doch noch ein Skivergnügen einen ganzen Nachmittag lang.

Hoffen wir, dass die Skiläuferin am Ende des Beitrags nur dem Sonnenuntergang entgegenfährt und nicht schon dem Ende unserer Skisaison, denn zwischenzeitlich ist die weiße Pracht vor der Haustür schon wieder Geschichte.

 

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Frohes Fest


Weihnachtsrezept

Man nehme:
eine große Portion liebevoller Gelassenheit,
Freude, Humor und Dankbarkeit zu gleichen Teilen,
eine kräftige Prise Toleranz.
Dann mische man alles sorgfältig,
bis es sich gut verbindet.
Je nach Geschmack mit etwas milder Güte abschmecken.
Gemeinsam genießen.

Guten Appetit und frohe Weihnachten!

(Autor unbekannt)

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Eingeweicht: Auf dem Rennsteig unterwegs (2)

Nach dem Bericht vom ersten Teilstück unserer Runst bis zum Inselsberg geht es jetzt weiter:

Gleich zu Beginn will mir der Gedanke nicht aus dem Kopf, ob der Kaffee im Hotel unter freiem Himmel gekocht wurde. Muss wohl Regenwasser in die Kanne gekommen sein, denn einen solch dünnen Kaffee, bei dem man den Boden der Tasse sehen konnte, hatte ich in meinem Leben noch nie getrunken.

Aussichtsturm auf dem Weg nach OberhofZu sehen gab es auf der gesamten Etappe recht wenig, wie das Foto von einem der neu errichteten Aussichtstürme unschwer vermittelt. Die Holztürme gab es vor zehn Jahren noch nicht, eine Aussicht – auch ohne Turm – schon. Wir spulen unsere Kilometer ab. Neue AusspanneDie Waldwege sind zunehmen von Pfützen bedeckt. Gegen Mittag erreichen wir die „Neue Ausspanne“, einen Imbiss, der offensichtlich gern von Fernfahrern genutzt wird. Wir bekommen immerhin ein warmes Essen. Es wird das Einzige an diesem Tag bleiben.

Neue AusspanneSchutzhütte am Grenzadler in Oberhof Der Regen wird stärker. Glücklicherweise gibt es entlang des Rennsteigs in relativ kurzen Abständen immer wieder Schutzhütten, in denen wir im Trockenen den Rucksack abnehmen und eine kurze Rast einlegen können. Die letzte Schutzhütte am Grenzadler oberhalb Oberhofs – Foto stammt vom nächsten Tag – erreichen wir völlig durchweicht.

Irgendwann versagen nach acht Stunden auch Regensachen aus dem oberen Preissegment und die Wanderschuhe eines deutschen Markenherstellers werden innen feucht. Nach 30 Kilometern gelangen wir zu unserer Unterkunft, der „Aktiv Pension“ in Oberhof. Die Freude ist groß ob des geräumigen Zimmers mit großem Bad und gut funktionierender Heizung, wird allerdings leicht getrübt bei der Frage zu geöffneten Gaststätten. Nach der etwas ausweichenden Antwort der Wirtin entschließen wir uns, in die wenige Meter entfernte Kaufhalle zu gehen und das Abendessen selbst zuzubereiten. Weiterlesen

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Halloween auf der Hofewiese

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