Unterwegs im Nationalpark…

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…sind wir recht häufig, meistens im Nationalpark Sächsische Schweiz. Diese Mal führte uns eine kleine Wanderung in den Müritz-Nationalpark. Der 322 km² große Nationalpark besteht zu 72 Prozent aus Wald und wird zu 13 Prozent von Seen bedeckt. Der größte Teil des 1990 gegründeten Parks liegt am östlichen Ufer der Müritz, der kleinere Teil östlich der Stadt Neustrelitz (Quelle: Wikipedia). Bis 1990 wurden Teile des heutigen Nationalparks als Truppenübungsplatz genutzt. Heute weisen Schilder darauf hin, dass man auch wegen der Gefahr von Hinterlassenschaften der ehemaligen Nutzer (Munition) die Wege keinesfalls verlassen dürfe. Das kennen wir schon aus der Königsbrücker Heide, die jetzt sogar offiziell als „Wildnis“ deklariert werden soll. Das bedeutet, dass der Mensch in die natürlichen Abläufe überhaupt nicht mehr eingreift.

Unsere Tour durch den Nationalpark - Copyright Open Street Map Karte: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

Unsere Tour durch den Nationalpark – Copyright Open Street Map Karte: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

Als Freunde der Berge war natürlich die höchste Erhebung im Müritz-Nationalpark unser Ziel. Die Käflingsberge erreichen die stolze Höhe von 100,3 Meter. Auf der höchsten Kuppe steht der Käflingsbergturm, ein multifunktionales Bauwerk. Der 55 Meter hohe Turm dient als Feuerwach- und Mobilfunksendeturm und wurde mit einer Aussichtplattform in 31 Meter Höhe ausgestattet, die den Käflingsberg eine touristisch herausragende Bedeutung verschaffte. Denn ohne den Aussichtsturm hätte man vom Gipfel des kleinen Hügels keine Aussicht. Der Wasserspiegel der Müritz liegt 69 Meter über dem Meeresspielgel, der Wanderer muss bis zur Aussichtsplattform auf dem Turm also etwa 62 Höhenmeter überwinden.

Wir bewegen uns ganz ‚nationalparkskonform‘ an diesem Wandertag und parken das Auto in Waren (Müritz). Von hier aus fahren Busse durch den Nationalpark. Für längere Touren bietet es sich an, das Fahrrad mitzunehmen (wird mit dem Nationalparkbus transportiert) oder ein Kombiticket für die Schiffsnutzung zu erwerben. Damit kann man beispielsweise ein Stück des Weges per Schiff auf der Müritz zurücklegen.

Unter dem Motto „mit Bus und Schiff den Müritz-Nationalpark entdecken“ gibt es alle notwendigen Informationen auf der Website nationalparkticket.de (aktuell für 2016: http://nationalparkticket.de/Startseite/2/index.html)

Wir fahren also am späten Vormittag von Waren aus in den Nationalpark hinein, an der kleinen Ortschaft Speck vorbei und steigen direkt an der Haltestelle Käflingsbergturm aus. Von hier sind es jetzt nur noch 800 Meter Fußweg. Es geht zunächst ganz leicht bergan, nur kurz vor der Bergkuppe wird es etwas steiler. Erst unmittelbar vor dem Erreichen des Ziels taucht der Turm aus dem Wald auf. Wir steigen die Stahlstufen bis zur Aussichtsplattform hinauf und sehen – Wald und Wasser. Besonders spektakulär ist das Panorama nicht, wie die Fotos zeigen. Immerhin kann man die gewaltige Ausdehnung des gesamten Gebietes erkennen.

zum Käflingsbergturm Käflingsbergturm Blick vom Käflingsbergturm Blick vom Käflingsbergturm

Nach dem Abstieg setzen wir die kleine Wanderung fort. Wir wollen zurück zur Ortschaft Speck mit einem Abstecher zum Moorsteg am Pristerbäker See. Was sehen wir zuerst? Eines der uns so bekannten (Kernzonen-)Schilder aus der Sächsischen Schweiz! Also immer schön auf dem ausgeschilderten Weg bleiben. Das machen wir natürlich und laufen gleich mal am Abzweig zum Moorsteg vorbei. Wieder zurück und den Abzweig zum Pristerbäker See gesucht. Und gefunden. Der Moorsteg entpuppte sich als 30 oder 40 Meter langer Holzbohlenweg zum Seeufer, das man sonst wegen der Versumpfung und des Schilfbewuchses nicht erreichen könnte. Herrliche Ruhe für eine kleine Pause erwartet uns.

Wegegebot Moorsteg Moorsteg Pristerbäker See

Die weitere Wanderung nach Speck verläuft durch den Wald ohne Höhepunkte, da auch ohne jegliche Steigungen und somit ohne weitere Aussichten. Von Speck aus bringt uns der Nationalparkbus zurück nach Waren.

Fazit: Ein lohnender kleiner Ausflug von unserem Urlaubsort am Fleesensee. Die Wanderung ist völlig entspannt und ohne größere Höhenunterschiede zu bewältigen. Wer etwas mehr Zeit einplant, kann sich ein Kombiticket kaufen und eine größere Runde mit Fahrrad und Schiff absolvieren. Wir hatten die Fahrrad- und Schiffstouren an den vorhergehenden Tagen am Fleesensee unternommen.

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