Ein Kunstwerk der Natur

Gautschgrotte 18.02.2012 - Bildergalerie

Gautschgrotte 18.02.2012 - Bildergalerie

Ein seltenes Schauspiel bot sich in den letzten Wochen an der Gautschgrotte in der Nähe Hohnsteins (Sächsische Schweiz). Ein etwa 22 Meter langer „Rieseneiszapfen“ (eigentlich unzählige kleinere Zapfen) bildete sich an dem höhlenartigen Sandsteinüberhang. Derzeit Zeit dürfte die Eissäule noch zu bestaunen sein. Am vergangenen Wochenende war sie es jedenfalls, obwohl die Eisschmelze bereits deutliche Spuren hinterlassen hatte. Letztmalig war dieses eindrucksvolle Naturschauspiel wohl 1997 zu beobachten.

Wer die Gautschgrotte besuchen möchte, kann das mit einer kleinen Wanderung auf dem Hohnsteiner Naturlehrpfad verbinden. Der zweite Teil des Hohnsteiner Rundwanderweges wurde im Juli 2007 eingeweiht. Er beginnt am Rathaus mit der Erläuterungstafel Nummer 37 und führt zunächst zum Bärengarten, quert den Schindergraben und gelangt auf den Halbenweg. Weiter geht es unterhalb der Polenztalwände bis zu einem ehemaligen Steinbruch.

Bergan verläuft der mit Erklärungstafeln weiterhin „bestückte“ Wanderweg über den Räumigtweg zur Brandstraße. Der weitere Verlauf des Rundweges bringt uns nun zur Napoleonschanze und über den Beckenbüschelweg zurück ins Stadtgebiet von Hohnstein (Ende bei Tafel 54). Eine ausführliche Beschreibung dazu findet ihr auf www.hohnstein.de.

Gautschgrotte

Gautschgrotte (Andreas Pauly)

Neben den Fotos meiner eigenen Bildergalerie stelle ich noch einige Aufnahmen ins „Netz“, die Andreas Pauly mir schickte (vielen Dank). Seine Wanderung eine Woche zuvor bei noch eisigen Temperaturen von -16 °C am Beginn der Tour: Hohnstein-Schanzberg-Diebskeller-Begangsteig-Gautschgrotte.

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Skilaufen in der Sächsischen Schweiz?

Natürlich geht das. Wenn genügend Schnee liegt, gibt es Möglichkeiten zum Langlauf und zum Alpinski, auf gespurten Loipen und am Hang mit Lift. Nicht gerade im Gebiet der Sandsteinfelsen, obwohl eine Langlauftour sicher an der einen oder anderen Stelle auch möglich wäre. Zwar geizte Frau Holle in diesem Winter mit Schnee in den Höhenlagen unter 500, es gibt aber präparierte Strecken.

Loipen werden in Sebnitz, Rugiswalde und Hinterhermsdorf gespurt, Lifte findet der Skifreund in Sebnitz (Skihang Räumicht, Skihang Buchberg) und in Rugiswalde. Täglich aktuelle Informationen zu den Schneeverhältnissen und dem Liftbetrieb findet ihr im Web (hier übrigens für alle wichtigen Skigebiete Sachsens).

Skilift in Rugiswalde

Skilift in Rugiswalde

Wir fuhren am vergangenen Sonntag mit dem Auto nach Rugiswalde. Da ich wegen der dünnen Schneedecke sehr skeptisch war, ob die Loipe tatsächlich passierbar sein würde, hatte ich die Alpinski mitgenommen. Von Neustadt (Sachsen) Richtung Sebnitz zweigt gleich hinter der Auffahrt zum Unger nach links die Straße Richtung Rugiswalde ab. Am Ortseingang befindet sich ein kostenloser Parkplatz (kostenlos im Januar 2012).

Von hier ist es nicht sehr weit bis zum Lift. Man kann seine Abfahrtsski schon hinter dem Parkplatz anlegen, da die Zufahrt zum Lift leicht bergab führt. Am Wochenende beginnt der Liftbetrieb bereits um 9.00 Uhr, wochentags ab 10.00 Uhr. Die Bedingungen waren am letzten Wochenende gut. Nur leider hatte sich bei unserer Ankunft gegen 10.30 Uhr schon eine lange Schlange am Lift gebildet. Zu lang für mich. Die Preise sind übrigens moderat (6,00 Euro für eine 30-Punkte-Karte, was 10 Abfahrten am Tag entspricht). Nach Einbruch der Dunkelheit wird der Hang beleuchtet (dann 4 Punkte pro Abfahrt). Weitere Informationen sowie Webcambilder gibt es auf der Homepage des Skiclubs Rugiswalde.

Loipe in Rugiswalde

5 km-Loipe in Rugiswalde

Da ich wirklich keine Lust auf lange Wartezeiten am Lift hatte, kehrten wir zum Auto zurück und nahmen unsere Langlaufski. Denn wir hatten bei der Anfahrt bereits gesehen, dass tatsächlich Langläufer unterwegs waren. Dem Unger gegenüberliegend wird auf einer Hochfläche eine 5 Kilometer lange Loipe doppelt gespurt. Leider ist die Loipenkarte auf der oben genannten Website des Skiclubs Rugiswalde in so schlechter Auflösung, dass sie nur zur groben Orientierung dienen kann. Wer es etwas genauer möchte, kann sich auf meiner Google-Maps-Karte orientieren (auch wenn die Loipe hier sicher nicht ganz präzise eingetragen ist). Hat man die Spur einmal gefunden (der Einstieg ist dem Parkplatz gegenüber möglich), kann man sich nicht mehr verlaufen. Die 5-km-Loipe ist auch für Anfänger geeignet.


Rugiswalde auf einer größeren Karte anzeigen


Es werden nur wenige Höhenmeter überwunden. Zwei ganz leichte Abfahrten sind wohl von (fast) jedem zu meistern, der sich einigermaßen auf den „Brettern“ halten kann. Normalerweise hat man einen schönen Ausblick nach Böhmen. Die Spur führt ein Stück direkt an der Grenze entlang. Allerdings war die Sicht am letzten Sonntag sehr bescheiden, obwohl die Sonne schien. Zumindest reichte der Blick noch bis zum gegenüberliegenden Abfahrtshang. Da wir die Runde in knapp einer Stunde absolviert hatten, wiederholten wir den Umlauf. Die Schneedecke war recht dünn. Manchmal schimmerte der Acker des Feldes verdächtig durch die weiße Auflage. Deshalb: Zehn Kilometer mussten eben für dieses Mal reichen…

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Auf dem Kamm des Osterzgebirges unterwegs

Kaum Schnee am Stürmer

Kaum Schnee am Stürmer

Viele Leute, wenig Schnee, Stress in der Baude und ein defekter Ticketautomat. So könnte man den letzten Samstag beschreiben, wenn man unsere Skitour im Erzgebirge aus negativer Sicht darstellen würde. Das wollen wir aber nicht.

Deshalb die positive Variante: Endlich genügend Schnee oberhalb Altenbergs. Deshalb fahren wir am Samstag mit dem Auto nach Zinnwald. Leider ist es im Gegensatz zu unserer üblichen Startzeit dieses Mal etwas spät geworden. Deshalb nehmen wir erst kurz vor 10.00 Uhr die Ski unter die Füße und laufen los. Zunächst mit sehr vielen anderen Skiwanderern. Wir hatten aber schon zu Beginn den Entschluss gefasst, auf die tschechische Seite des Erzgebirgskammes zu wechseln in der Hoffnung auf weniger Leute. Zunächst war die Hoffnung allerdings trügerisch. Je weiter wir aber auf tschechische Seite vorankamen, umso mehr „dünnte sich die Spur aus“. Schließlich wurde es recht angenehm.

Die Kammloipe (Skimagistrale, rot markiert) führt uns ohne große Höhenunterschiede zunächst bis zur Wittichbaude (eine Beschreibung mit Loipenplan findet ihr auf unserer Website). Für eine Rast ist es noch zu früh. Deshalb entschließen wir uns, möglichst weit auf der Kammloipe zu fahren. Irgendwann werden wir sicher einen Bericht veröffentlichen, der die gesamte Strecke der Skimagistrale von Cinovec (tschechischer Teil Zinnwalds) bis Dlouhá Louka beschreibt. Das wird aber mit der Anfahrt aus Deutschland eine sehr lange Tour (zwischen 35 und 40 km). Heute geht es zunächst bis zum Parkplatz am Bouřňák (Stürmer, 869 m – Abfahrtshang). Viele Autos stehen hier, trotz der wirklich schlechten Schneebedingungen. Der Fuß des Abfahrtshangs mit dem Parkplatz liegt deutlich unterhalb der Kammhöhe und ist nicht bewaldet. Der kräftige Wind hatte die relativ dünne Schneedecke fast weggeblasen. Wir fahren trotzdem weiter. Etwa 3 Kilometer nach dem Parkplatz wird das Wetter aber ungemütlich. Der Wind frischt auf und es beginnt zu schneien. Wir beschließen umzukehren und eine späte Mittagsrast in der Wittichbaude (Horská bouda Vitiška) einzulegen.

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