Sächsische Schweiz: Pfingsten im Stau…

Blick zur Basteiauf der Basteibrücke. Ist doch klar, werden jetzt die Kenner der Materie sagen. War uns auch klar. Wir wollten das aber einmal erleben. Ein einziges Mal. Am Pfingstsonntag bei strahlendem Sonnenschein. Und dann wollten wir uns anschauen, was an den gesperrten Schwedenlöchern so abgeht. Eine kleine Wanderung sollte es auch noch werden. Teilweise wollten wir dem Touristenstrom entgehen. Geht doch gar nicht? Ging doch.
Ich stellte das Auto auf dem kleinen Parkplatz unterhalb der Hohburkersdorfer Rundsicht ab (kurz vor der Hocksteinschenke, aus Richtung Stolpen kommend). Hier war tatsächlich am Sonntagnachmittag gegen 14:00 Uhr noch Platz. Zunächst also die Aussicht genießen: auf die Vordere Sächsische Schweiz und auf die Linkselbischen Tafelberge bis zum Hohen Schneeberg. Es war recht gute Fernsicht an diesem Pfingstsonntag.  Der Weg führt uns nach Rathewalde. Kein einziger Wanderer bis dahin. Durch Rathewalde und dann der gelben Markierung Richtung Bastei gefolgt. Nur wenige Touristen sind unterwegs. Das ändert sich erst kurz vor der Zufahrtsstraße zur Bastei. Jetzt lassen wir die Bilder „sprechen“. Um nicht die Persönlichkeitsrechte abgebildeter Personen zu verletzen, habe ich die Auflösung der Fotos bewusst klein gehalten und einig Gesichter unkenntlich gemacht.

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Vor der Bastei hatten wir noch den kurzen Abstecher zu den Schwedenlöchern (und zur Gans-Aussicht) unternommen. Überall die Hinweisschilder zur Sperrung der Schwedenlöcher. Am Einstieg ein Holzgeländer mit einem fast gänzlich abgerissenen rot-weißen Absperrband. Zunächst ein einsamer Beobachter. Dann immer mehr. Unschlüssig schauen viele Wanderer und beratschlagen. Von unten kommen Leute herauf, kriechen unter der Absperrung durch. Dann geht es doch sicher auch von oben, meinen viele, beratschlagen mit den gerade aus dem Amselgrund eingetroffenen und steigen ab. Mindestens ein Drittel aller Ankommenden ignorieren die Absperrung. Wäre es nicht sinnvoll, gerade an diesem Tag einen Ranger der NPV zu postieren, der Aufklärungsarbeit leistet?

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Nach dem Kulturschock Bastei stehen wir noch an der Schlange an, die sich in den Amselgrund hinab zieht. Die Aussicht genießen wir von der Tiedge mit einem kurzen Abstecher auf die Rahmhanke. Hier ist niemand unterwegs. Auf dem Amselsee herrscht Hochbetrieb. Alle Boote sind ausgeliehen. Oberhalb des Amselfalls wird es plötzlich ganz still. Nur noch einzelne Wanderer treffen wir auf dem Weg nach Rathewalde und überhaupt keinen mehr nach dem Ort zurück zu unserem Auto.

Hier noch einmal die Wanderung in Stichpunkten und vier Fotos:
Hohburkersdorfer Rundsicht – Rathewalde – Rathewalder Fußweg (Markierung gelber Strich) – Abstecher Einstieg Schwedenlöcher/Gans-Aussicht – Bastei – Abstieg Amselgrund (Markierung grüner Strich) – Amselsee – Amselfall – Amselgrund (Markierung blauer Strich) – Rathewalde – Hohburkersdorfer Rundsicht.

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Für regelmäßige Leser dieses Blogs:
Wir waren vom 1. – 15. Mai auf Bergtour. In einigen Tagen gibt es den ersten Bericht über den Aufstieg auf einen 3817 Meter hohen Berg zum Sonnenaufgang. Bilder zur Einstimmung.

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