Home Kontakt Gästebuch Interessantes Links Impressum
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

Der Aufstieg durch das Schwarze Loch ist nicht gerade von astronomischer Bedeutung, aber eine Alternative zum Lehnsteig. Lohnt sich eine Umrundung des Falkensteins?

Blick in die Affensteine


Wanderung: Parkplatz Zahnsgrund, etwa 100 m hinter der Schrammsteinbaude Richtung Ostrau – Schießgrund (Markierung grüner Punkt) - Elbleitenweg - Markierung gelber Strich Richtung Vorderwinkel - weiter Mittelwinkel - (meine Alternativtour: Kletterzustieg im Vorderwinkel zu den Thorsteinen - siehe Bild 4 'durch das Schwarze Loch',  Kletterzugang bis zum Mittelwinkel) - Hinterwinkel - (Markierung grüner Strich) - Lehnweg - Schwarzes Loch zum Aufstieg auf die Schrammsteine - Schrammsteinweg - Breite Kluft Aussicht - Gratweg - Schrammsteinaussicht - (meine Zusatztour: Abstecher zum Frühstücksplatz) - Abstieg über Jägersteig (Markierung blauer Strich) - Vordere Promenade (Markierung blauer Strich) - Großes Schrammtor - Elbleitenweg (Markierung grüner Punkt/gelber Strich) - Schießgrund - Abzweig zum Falkenstein - Falkenstein - Falkengründel - Wenzelsweg - Zahnsgrund und zurück zum Parkplatz. Gehzeit ca. 3,5 - 4 Stunden mit Fotopausen und Aussichten genießen, Stecke ca. 12 km (mit meinen Abstechern 13 km).

Die Anreise mit dem PKW erfolgt über Bad Schandau, Richtung Schmilka (Grenzübergang). Kurz hinter Bad Schandau im Ortsteil Postelwitz zweigt die Straße Richtung Ostrau nach links ab. Es geht zunächst steil bergan an der Schrammsteinbaude vorbei. Etwa 100 Meter hinter genannter Baude befindet sich auf der rechten Seite ein derzeit noch kostenfreier (unbefestigter) Parkplatz.

Mit einer guten Karte ist die Tour kein Problem. Der größte Teil der empfohlenen Wanderung ist als Wanderweg markiert, der Zugang zum Schwarzen Loch allerdings nicht, der Weg zum Falkenstein und durch das Falkengründel sind als Kletterzugang ausgewiesen. Karten im Maßstab 1:10.000 gibt es z. B. im Böhmverlag (www.boehmwanderkarten.de). Ich benutzte dieses Mal die Karte Hintere Sächsische Schweiz, Nr. 91, Sachsen Kartographie GmbH Dresden, 1:15.000.

Den bekannten Titel "Allein, allein..." im Kopf ging ich diesmal solo vom oben genannten Parkplatz im Zahnsgrund los. Am Dienstag, 31.03.09 herrschte Kaiserwetter und damit beste Bedingungen für eine kurze Wanderung an meinem "Resturlaubstag aus dem Vorjahr". Der Schießgrund ist ein markierter und gut ausgebauter Weg und führt in weniger als zwanzig Minuten den Wanderer bis an den Fuß der Schrammsteine. Zuvor hat man noch einen sehr schönen, fast freien Blick auf den Falkensteinen, einen mächtigen Kletterfelsen, den ich später noch umrunden will. Zunächst geht es aber bis zum Elbleitenweg. Hier muss ich die Entscheidung treffen: nach rechts, Richtung Großes Schrammtor oder nach links, Richtung Vorderwinkel. Eigentlich wollte ich ein kurzes Stück Richtung Schrammtor gehen und dann über einen Kletterzustieg an den Rand der Schrammsteine und dort entlang zum Vorderwinkel gelangen. Aber es war noch kühl und der ganze Weg lag im Schatten. Also entschloss ich mich, zunächst auf dem breiten, gelb markierten Weg Richtung Vorderwinkel zu gehen. Leider sieht man auf diesem Weg überhaupt nichts von der mächtigen Felskulisse, die der Hohe und Mittlere Torstein bilden. Das wurde mir zu langweilig. Es gibt im Vorderwinkel einen Kletterzustieg, der nach oben führt auf einen Weg entlang des Felssockels der Schrammsteine (siehe Bilder 4 und 5 der Diashow 'durch das Schwarze Loch'
). Wir befinden uns nicht in der Kernzone des Nationalparks, dürfen diese Wege nutzen, sollten aber auf die Kletterer Rücksicht nehmen. Hier sind meist sehr viele aktiv, aber noch nicht im März. Ich war weiter ganz allein unterwegs. Nach dem Aufstieg führt der schmale Pfad nach links Richtung Mittelwinkel. Hier bieten sich jetzt herrliche Ausblicke auf die Torsteinkette und die "Tante", einen schmalen, dominanten Kletterfelsen. Im Mittelwinkel stieg ich ab auf den Hauptwanderweg, der mich - gut markiert - bis zum Abzweig der Lehne führte. Den Lehnsteig haben wir auf unseren Seiten schon beschrieben ( Tour Wolfsfalle und zwei Wildensteine).

Ich wollte dieses Mal einen Abzweig nutzen und durch das Schwarze Loch auf die Schrammsteine gelangen. Der Aufstieg ist nicht besonders spektakulär. Einige Steinstufen helfen an steilen Stellen. Der Ausstieg ist zum Abschluss dann noch einmal ziemlich anstrengend, aber technisch nicht anspruchsvoll. Man gelangt kurz vor der 'Breiten Kluft Aussicht' wieder auf den markierten Schrammsteinweg, sollte vorher aber noch zum einzigen mir bekannten freien Aussichtsplatz gehen, von dem man in die Lorenzwände schauen kann. Auf dem markierten Hauptweg über die Schrammsteine ist die Sicht durch den starken Bewuchs fast durchgängig stark eingeschränkt. Wie immer in der Mittagszeit gibt es an der Breiten Kluft Aussicht Gegenlicht und damit keine brauchbaren Fotos. Den Schrammsteingratweg und meinen Abstecher zum Frühstücksplatz haben wir auch schon beschrieben (Tour Hölle und Frühstücksplatz). An der Schrammsteinaussicht trafen sich die wenigen Leute, die an diesem Wochentag unterwegs waren, angenehm wenige Leute. Der Abstieg von den Schrammsteinen nach der "Elbseite" ist über den Wildschützensteig nicht möglich (nur für den Aufstieg frei!). Deshalb muss man über den Schrammsteingratweg bis zum Jägersteig zurück und diese steile Stahltreppen- und Leitern-Stiege nach unten. Man erreicht dann die mit blauem Strich markierte Vordere Promenade, die in wenigen Minuten zum Großen Schrammtor führt (es gibt auch noch eine Möglichkeit, am Dreifingerturm die Schrammsteine zu verlassen ;-) ).

Der Rückweg führte mich zunächst über den Elbleitenweg wieder bis zum Abzweig Schießgrund und diesen einige Meter hinab. Aber ich wollte ja noch den Falkenstein umrunden. Ein Kletterzugang führt direkt an die mächtige Felswand heran. Der Falkenstein lässt sich tatsächlich problemlos umrunden. Allerdings darf man sich nicht zu viel davon versprechen. Der Bewuchs reicht bis an den Felsfuß heran und der Weg führt so dicht vorbei, dass ich selbst mit dem Weitwinkelobjektiv kaum eine Chance auf ein paar vernünftige Fotos hatte. Der Abstieg durch das Falkengründel ist recht abwechslungsreich und ich war wieder "Allein, allein...". Das Falkengründel mündet in den Wenzelsweg und fünf Minuten später fand meine Wanderung am Parkplatz im Zahnsgrund ihr Ende. Herrliches Wetter und eine sehr gute Fernsicht machten diese Tour zu einem schönen Erlebnis, der Aufstieg durch das Schwarze Loch und die Umrundung des Falkensteins sind aber weniger spektakulär, als ich es eigentlich erwartet hatte.

Die besten Eindrücke der Tour vermitteln die Bilder der beiden Diashows.