2019 will kommen

Edit 04.01.2019:
Jetzt ist der Winter auch im Flachland angekommen – Schneehöhe: ein (reichlicher) Zentimeter auf dem Balkon.

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Mettenschicht und ‘Frohes Fest’

Am 14. Dezember hatte ich die Gelegenheit, in Ehrenfriedersdorf im Erzgebirge an einer (touristischen) Mettenschicht teilzunehmen.

Programm zur Mettenschicht

Programm zur Mettenschicht

Der Zinnabbau am und im Ehrenfriedersdorfer Sauberg begann bereits im 13. Jahrhundert. Zwischen 1536 – 1570 erfolgte der Bau des „Tiefen Sauberger Stollns“. Am 24. Dezember 1769 verunglückten sechs Bergleute – einer davon tödlich – im “Reicher Silbertrost Stolln”durch Gasentwicklung. Der noch heute ausgeübte Brauch der Mettenschicht in Ehrenfriedersdorf ist auf diesen tragischen Unglücksfall zurückzuführen. Am Tage der Mettenschicht wird am frühen Morgen die ganze Einwohnerschaft eingeladen, um unter musikalischer Begleitung zum Sauberg zu marschieren und dort eine kulturelle Veranstaltung, die meist aus dem Leben des Bergmannes gestaltet wird, mitzuerleben. Der Zinnbergbau wurde am 3. Oktober 1990 aus Rentabilitätsgründen eingestellt.

Einfahrt in 100 m Tiefe

Einfahrt in 100 m Tiefe

Heute wird das ehemalige Areal als Schaubergwerk genutzt. Wir müssen uns also zunächst zünftig einkleiden mit Regenjacke, Schutzhelm und auf Wunsch mit Gummistiefeln. Dann beginnt eine Seilfahrt über den „Sauberger Haupt- und Richtschacht“ bis in 100 m Tiefe. Die Mettenschicht besteht aus einem kleinen bergmännischen Programm und einer Bergmannsvesper mit „Speckfettbemmen“, Glühwein oder Tee und einer Ehrenfriedersdorfer Notbeleuchtung – siehe Foto – sowie typischer bergmännischer Blasmusik (kurzer Videoclip).



Ein sehr schönes Erlebnis und nur zu empfehlen!

An dieser Stelle möchte ich – passend zum Thema – allen Lesern dieses Blogs ein ruhiges und besinnliches Weihnachtsfest wünschen. Vielleicht lesen wir uns im nächsten Jahr einmal wieder.

 

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Winter, yeah

Skisaison eröffnet:

Winterwanderung von Geising zur Kohlhaukuppe:

Winterwunderland Osterzgebirge

unterwegs zur Kohlhaukuppe

unterwegs zur Kohlhaukuppe

auf dem Gipfel der Kohlhaukuppe

auf dem Gipfel der Kohlhaukuppe (785,9 m ü. NHN)

 

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Aussichtslos: Blick vom Skywalk

Falkenstein (links) und Schrammsteinkette

Zur Planung der nachfolgend beschriebenen kürzeren Rundwanderung in der Sächsischen Schweiz inspirierten mich zwei Bauwerke: der Aufzug in Bad Schandau und der – zwar noch nicht eröffnete, aber fast fertiggestellte – Skywalk in Ostrau.

Zunächst die Kurzbeschreibung der Wanderung:
Bad Schandau Aufzug (Rudolf-Sendig-Straße) – Fahrstuhlweg – Skywalk – Ostrauer Ring – Emmabankweg – Emmabank – Meergründel – Zahnsgrund – Schießgrund (Markierung grüner Punkt) – Falkenstein – Falkengründel – Wenzelweg – Steinbrecherweg (Markierung grüner Strich) – Liebenweg (Markierung roter Strich) – Falkensteinstraße (Markierung roter Strich) – Ostrauer Ring – Fahrstuhlweg – Abstieg Kirnitzschtal/Bad Schandau. Gesamtlänge der Wanderung: ca. 10,5 km, etwa 3,5 h Gehzeit.

Wir beginnen unsere Tour am Personenaufzug auf der Rudolf-Sendig-Straße in Bad Schandau. Einzige Parkmöglichkeit in der Nähe ist der Parkplatz der Toskana Therme. Dieser ist zwar auch für Wanderer nutzbar, allerdings zum Preis der Tageskarte von 10(!) Euro (2 Euro pro Stunde). Alternativ kann man mit dem ÖPNV anreisen oder sich einen Parkplatz weiter entfernt suchen.

Personenaufzug in Bad Schandau Personenaufzug in Bad Schandau Personenaufzug in Bad Schandau Blick vom Personenaufzug in Bad Schandau über die Stadt zum Lilienstein
Der historische Personenaufzug ist ein 50 Meter hoher, frei stehender Stahlturm vom Anfang des 20. Jahrhunderts und ähnelt sehr dem 152 m hohen Hammetschwandlift am Vierwaldstätter See bei Luzern in der Schweiz. Über eine Brücke ist der Fahrstuhl mit dem Hang und einem bequemen Aufstiegsweg nach Ostrau verbunden. Die Fahrpreise sind recht moderat, derzeit 1,80 Euro pro Erwachsener für eine Fahrt, 2,80 Euro für Hin- und Rückfahrt, Familienkarten und Ermäßigung erhältlich. Im Sommer fährt der Aufzug zwischen 9.00 Uhr und 20 Uhr, im Winter nur bis 17.00 Uhr. Wir zahlen also die einfache Auffahrt (zurück werden wir laufen) und kommen zum ersten Mal in unserer langjährigen Wanderzeit in der Sächsischen Schweiz in den Genuss der bequemen Beförderung. Anstehen müssen wir nicht, die Fahrzeit beträgt kaum eine Minute, schon stehen wir oben. Eine grandiose Aussicht über die Elbe bietet sich von der Plattform der Bergstation des Lifts. Wir haben auch das nötige Glück mit dem Wetter und eine klare und kilometerweite Fernsicht.

Über den Fahrstuhlweg erreichen wir mäßig ansteigend nach wenigen Minuten den Ostrauer Ring im Bad Schandauer Ortsteil und blicken sofort auf den neuen Skywalk. Oder stehen – besser gesagt – vor der Baustelle. Betreten darf man die Plattform noch nicht, ein Bauzaun hindert voreilige Gäste.

Mit eigenen Augen überzeugen wir uns davon, was in der großen bunten Zeitung mit den vielen Bildern ausgeführt wurde (Zitat): Bis Dezember soll die nagelneue, 2,5 Mio. Euro teure Kurpromenade (mit Spielplatz, Kneipp-Becken, Bänken, neuem Pflaster) im Ortsteil Ostrau fertiggestellt sein. Highlight: ein Skywalk für Hundertausende Euro mit Blick übers Elbtal. DOCH DIE AUSSICHTEN AUF EINEN TOLLEN BLICK STEHEN SCHLECHT. Wie BILD bei einer Vorort-Inspektion feststellte, blickt man von dem 10 Meter langen Betonvorsprung nur in den Wald. Auf der anderen Elbseite sind zwar der Papststein oder auch die Festung Königstein erkennbar. Aber die Elbe – das Muss fürs Sandstein-Panorama – bleibt hinter Baumwipfeln verborgen! Bürgermeister … erklärt betreten: „Die Baumfällarbeiten sind erstmal abgeschlossen. Es wurde weggenommen, was behördlich erlaubt ist. Bei den Visualisierungen vor Jahren waren die Bäume noch rund 3 Meter niedriger.“ (Zitatende)

Skywalk in Ostrau Skywalk in Ostrau Skywalk in Ostrau Schrammsteinblick vom Ostrauer Ring aus

Am 25.09.2018 hatte die Sächsische Zeitung unter dem Titel „Skywalk ist halb fertig“ berichtet (Zitat): Am Ostrauer Ring in Bad Schandau entsteht ein Steg, der zehn Meter ins Elbtal ragt. Bald schon soll man ihn betreten können… Der Ausbau des Ostrauer Rings zur Kurpromenade geht planmäßig voran. Dazu gehört auch der Aussichtspunkt. Die Stahlbetonkonstruktion ragt etwa zehn Meter ins Elbtal hinein. Das Geländer rechts ist bereits installiert. Links wird auf den Stahlbetonträger eine Brüstung aus Glas gebaut. So sollen auch kleine Besucher eine gute Aussicht bekommen, heißt es aus der Schandauer Stadtverwaltung. Viel ist allerdings noch nicht zu sehen, weil Bäume die Weitsicht versperren. Das soll sich aber auch noch ändern. Nach dem Freischneiden soll man bis zum Lilienstein gucken können. (Zitatende) Weiterlesen

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Begangsteig zum Brand

Blick vom Begangsteig ins Polenztal

Blick vom Begangsteig ins Polenztal

Als der Endlossommer des Jahres 2018 in den Herbst überging und sich die Blätter langsam färbten, wollten wir eine kürzere Wanderung – dem zur Verfügung stehenden Tageslicht angepasst – in das Brandgebiet unternehmen. Es liegt schon einige Jahre zurück, dass wir den zahlreichen Kletterfelsen auf dem meist sehr einsamen Begangsteig einen Besuch abstatteten. Besagter Steig ist mit dem Kletterzugangszeichen markiert und wird meist auch nur von Kletterern genutzt. Etwas Trittsicherheit und an wenigen ausgesetzten Stellen Schwindelfreiheit ist also von Vorteil, wenn man diese Tour selbst einmal unternehmen möchte.

Zunächst die Kurzbeschreibung der Wanderung:
Startpunkt: letzter Parkplatz in Hohnstein vor der Brandstraße (kostenpflichtig) am ehemaligen Bahnhof – Brandstraße – Steinbruchweg – Wanderweg Markierung grüner Strich – Begangsteig – Neuweg (Markierung roter Strich) – Niederer Saugrund – Glatter Stein Weg – Brandstraße – Brand – Brandstraße zurück bis Hohnstein (Parkplatz).
Gesamtlänge der Wanderung: knapp 12 km, etwa 3,5 h reine Gehzeit

Der Wegverlauf ab Steinbruchweg bis zur Brandstraße vor der Brandbaude ist auf der nachfolgenden OSM-Karte eingezeichnet.

Open Street Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

Open Street Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

Wir beginnen also unsere Tour in Hohnstein, laufen zunächst einige Meter auf der Straße Richtung Brand und biegen nach rechts in den Steinbruchweg ab. Damit verabschieden wir uns bereits hier von den meisten Touristen, die auf kürzestem Weg die weniger als drei Kilometer entfernte Brandaussicht mit der Gaststätte besuchen wollen. Auf einem breiten Waldweg passieren wir eine Hütte, die früher einmal Köhlern diente (Erklärungstafel). Bald treffen wir auf den mit grünem Strich markierten Wanderweg, dem wir in westlicher Richtung (also nach rechts abbiegen) folgen.
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