Thüringen statt Nepal, Rennsteig statt Community Trek

Für den 5. Oktober war der Abflug nach Kathmandu geplant, am 7. Oktober sollte der Community Trek zur Annapurna starten. Nur gibt es derzeit keine Flüge für Touristen nach Nepal und die ersten Trekkingtouren werden frühestens ab 17. Oktober von der nepalesischen Regierung erlaubt. Allerdings wurden bisher diese angekündigten Termine immer wieder verschoben. Über den Grund müssen wir hier nicht diskutieren.

Bereits im Februar hatten wir über einen Reiseveranstalter gebucht – nicht über die ASI, wie man aus der Verlinkung schließen könnte – und keine kleine Summe angezahlt. Am 17.08. erhielten wir vom Reiseveranstalter eine Mail, mit dem Angebot die Reise auf 2021 zu verschieben oder unsere Anzahlung in einen Reisegutschein umzuwandeln, was wir beides ablehnten. Wir warteten auf die Absage der Reise, da sich die Situation in Nepal eher verschlechterte als verbesserte. Ausweichende Reaktionen auf einen Anruf und schließlich die Absage am 22.09.2020, wieder verbunden mit dem Angebot zur Umbuchung, einem Reisegutschein und nun auch einer Rückzahlung.


Unmittelbar nach der Anforderung der Rückzahlung kam eine offensichtlich automatisch generierte Antwort.

Auf meine schriftliche Aufforderung per Mail zur Rückzahlung unserer Anzahlung mit Fristsetzung 14 Tage (gemäß § 651h Abs. 4 S. 2 BGB) erhielt ich unmittelbar nach Absendung einen Anruf mit dem Hinweis auf Kurzarbeit und Überlastung und der Zahlung vier bis fünf Wochen nach Reisetermin.

Ich habe schon Verständnis für die Situation vieler kleinerer und mittlerer Reiseveranstalter und werde deshalb die Frist auch geduldig abwarten in der Hoffnung das ‚unser Veranstalter‘ dann noch solvent ist.

Erst nach der Absage konnten wir unseren ersten und wohl einzigen Urlaub in diesem Jahr planen. Da die Trekkingausrüstung schon bereitliegt, entschieden wir uns für den Rennsteig. Nach meiner Solotour vor 10 Jahren soll es jetzt also ein Familienunternehmen werden. Die Organisation „so auf die Schnelle“ war schwieriger als gedacht. Will man eine Unterkunft buchen und den Rennsteig möglichst nicht oder nur weniger als einen Kilometer verlassen, gibt es an manchen Punkten kaum Alternativen unter der Voraussetzung, dass die Etappen in der Länge nicht zu unterschiedlich werden. Durch meine Erfahrungen kannte ich die beiden schwierigen ersten Etappen die Unterkunft betreffend. Also fing ich beim Berghotel Ebertswiese an. Geschlossen. Das geht ja richtig gut los, nimmt aber nach einigen Telefonaten und drei Buchungen über Booking.com doch noch ein befriedigendes Ende. Nur mit der Versorgung unterwegs wird es wohl Probleme geben, wie mir einige Gastgeber schon mal vorsorglich ankündigten…

Es geht also los, am 7. Oktober nicht auf den Community Trek sondern am 7. Oktober auf den Rennsteig – Gut Runst!

Über unsere Erlebnisse werde ich im Oktober berichten.

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