Eine Stiegentour, kurz aber knackig

Blick aus dem Kleinen Dom auf Domwächter und Rohnspitze

Blick aus dem Kleinen Dom auf Domwächter und Rohnspitze

Uns stand an diesem Wochenende nicht allzu viel Zeit zur Verfügung. Deshalb führte die nachfolgend beschriebene Rundwanderung nur über etwa acht Kilometer vom Kirnitzschtal in der Sächsischen Schweiz  zur Zwillingsstiege, in den Kleinen und Großen Dom und zurück zum Ausgangspunkt. Als „Stiegenpate“ bei der IG Stiegen- und Wanderfreunde war es wieder einmal an der Zeit, den Zustand der Zwillingsstiege zu begutachten, weshalb ich gerade diese Wegführung geplant hatte.

Zunächst die Kurzbeschreibung der Wanderung:
Start am Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal (gebührenpflichtig) – Nasser Grund – Eulentilke – Untere Affensteinpromenade (Markierung grüner Punkt) – Kletterzugang ins Große Bauerloch – Zwillingsstiege – Obere Affensteinpromenade (Bergpfad, später gelber Strich) – Abstieg durch den Kleinen Dom (Domstiege) – Übergang Kleiner Dom zum Großen Dom (Kletterzugang Rohnspitze/Domwächter) – Großer Dom – Sandlochweg (Markierung gelber Strich) – Jordan – Nasser Grund – zurück zum Parkplatz Nasser Grund

Gesamtlänge der Wanderung: ca. 8 km, etwa 3 h reine Gehzeit.

Es ist ein beachtlicher Höhenunterschied beim Aufstieg über die Zwillingsstiege und danach nochmals zum Sattel zwischen Domwächter und Domschiff zu überwinden. Ein sehr steiler Abstieg führt in den Großen Dom. Trittfestigkeit und ein Mindestmaß an Schwindelfreiheit sind auf der Zwillingsstiege und beim Abstieg in den Großen Dom erforderlich.

Für diese Wanderung empfehle ich die die Böhmkarte „Schrammsteine Affensteine, Maßstab 1:10.000, die man leicht und mit kurzer Versandzeit bei Amazon bestellen kann (einfach auf das Bild klicken).

 Wir starten an diesem Tag erst nach 11.00 Uhr am Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal. In der Wandersaison ist um diese Tageszeit auf den Parkplätzen im Kirnitzschtal kaum noch ein freier Platz zu bekommen. Wir hatten großes Glück.

Die Wanderung führt uns zunächst auf dem breiten Weg durch den Nassen Grund. Am Abzweig Eulentilke (Hinweisschild) biegen wir ab und steigen immer leicht bis mäßig bergan bis zur Unteren Affensteinpromenade.Brosinnadel Hier gehen wir nach links und laufen zunächst in nördliche, später östlich Richtung, bis wir unseren ersten Fotostopp erreichen. Es gibt auf der Unteren Affensteinpromenade nur einen wenige Meter langen Abschnitt, auf dem man die markante Brosinnadel (Kletterfelsen) direkt vor sich sieht. Bloßstock - links im BildIm goldenen Oktober ist dies immer ein beeindruckendes Fotomotiv. Wenig später taucht der Bloßstock vor uns auf, ein fast ebenso grandioser Felsen. Vor dem Bloßstocks dürfen wir den Kletterzugang ins Große Bauerloch nicht verpassen. Denn wir wollen ja zur Zwillingsstiege. Der Zugang ist unspektakulär. Dann taucht die fast senkrechte Felswand mit den Stahlklammern auf, über die wir nach oben gelangen. Die Zwillingsstiege habe ich bereits auf meiner Website ausführlich beschrieben und verzichte deshalb an dieser Stelle auf weitere Ausführungen.

Einstieg in das Steilstück der Zwillingsstiege Zwillingsstiege Zwillingsstiege - Durchgang an der Jammerspitze Zwillingsstiege - Abstieg nach dem Durchgang an der Jammerspitze 

Auf der Oberen Affensteinpromenade angekommen, halten wir uns rechts und gehen dem hier als Bergpfad markierten Steig um mehrere Felsformationen (Kletterfelsen) herum in südöstlicher Richtung – am Abzweig Wilde Hölle vorbei – bis zum Kleinen Dom.

Kleines Prebischtor an der Oberen Affensteinpromenade

Kleines Prebischtor an der Oberen Affensteinpromenade

Unterwegs stößt der mit gelbem Strich markierte Wanderweg auf die Obere Affensteinpromenade. Der Abstieg durch den Kleinen Dom ist im oberen Teil recht steil. Stiege in den Kleinen DomDie Steine sind im Herbstlaub teilweise rutschig, was eine erhöhte Aufmerksamkeit erfordert. Im Kleinen Dom angekommen, verläuft der weiterhin gelb markierte Wanderweg bis zum Talausgang und damit zum Sandlochweg. Wir wollen aber den Kleinen Dom nicht auf diese Weise verlassen und nutzen den Kletterzugang, der uns zu den markanten Felsen führt, die über dem Dom aufragen. Das Erklimmen von Rohnspitze und Domwächter bleibt Kletterern mit sehr guten Fähigkeiten vorbehalten, aber bis in den Sattel zwischen den beiden Felsen und dem Dompfeiler gelangt auch der geübte Wanderer.


Aufstieg aus dem Kleinen Dom Aufstieg aus dem Kleinen Dom Domwächter und Rohnspitze

Der Abstieg in den Großen Dom wird noch einmal richtig knackig. Sehr steil geht es nach unten. Seit einiger Zeit helfen Metallklammern, was dem Weg einen richtigen Stiegencharakter verleiht (mein Namensvorschlag wäre Domwächterstiege 😉 ). Leider ist die kurze Holzleiter unter der letzten Klammer teilweise zerfallen. Ein (oder zwei) Holzstufen sind weggefault, was den Abstieg noch einmal deutlich erschwert. Unten angekommen, stehen wir praktisch direkt vor der großen Sachsenhöhle und nutzen den dort abzweigenden Kletterzugang zum Abstieg in den Großen Dom.

Abstieg in den Großen Dom Abstieg in den Großen Dom Abstieg in den Großen Dom Sachsenhöhle

Unspektakulär geht es auf dem Sandlochweg bis zum Zeughausweg und über den Jordan (unmarkiert, aber Wegweiser) in die Nasse Schlucht. Auf dem breiten Wanderweg durch die Nasse Schlucht gelangen wir schließlich zurück zum Parkplatz.

unser GPS-Track auf einem OpenStreet Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

unser GPS-Track auf einem OpenStreet Map Kartenausschnitt – Copyright: Creative Commons Attribution Share Alike-Lizenz 2.0

 

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