Gohrisch und Papststein – Mainstream?

Zu Pfingsten in die Sächsische Schweiz? Und auch noch auf die linkselbischen Tafelberge? Keine gute Idee? Vielleicht können wir den Touristenströmen entgehen, wenn wir zeitig genug aufbrechen und die weniger bekannten Wege nutzen?

Falkenschlucht Gohrisch

Gohrisch – Bildergalerie

Die Falkenschlucht am Gohrisch wurde ‚generalsaniert‘. Alle Holzeinbauten durch Metall ersetzt. Auf Bildern hatten wir dies schon gesehen und viel Kritik darüber gelesen. Nun wollten wir die Einbauten selbst in Augenschein nehmen. Rechtzeitiges Eintreffen am Parkplatz Galgen zwischen Gohrisch und Papststein sichert uns auch am Pfingstmontag noch einen Platz. Schnell los, Richtung Westaufstieg und Falkenschlucht. Wir sind tatsächlich noch fast allein unterwegs. Am Einstieg sieht alles wie früher aus. Dann gelangen wir bald zu den ersten ‚Eisen‘. Alle Holzeinbauten wurden ab Mitte des Aufstiegs ersetzt. Aber ganz so schlimm fand ich das nun auch wieder nicht. Ist sicher Ansichtssache. Die Hölzer im oberen (fast waagerechten) Gang hatten natürlich ihren besonderen Reiz. Ich habe mir die Mühe gemacht, Bilder von 2008 und heute gegenüberzustellen. Zwar ist es nicht immer der gleiche Kamerastandort, aber einen Eindruck gewinnt man schon von der Situation früher und heute.

Blick vom GorischWas mir eher wirklich sehr negativ auffiel, sind die Reste der alten Einbauten, die am Ausstieg wie auf einer Müllhalde abgelegt erscheinen. Sollen die hier verrotten?
Eine Wanderung ohne kleine Klettereinlage ist keine Wanderung (für mich). Es gibt zur Wetterfahnen-Aussicht am Gohrisch-Gipfel einen ‚alternativen‘ Zugang mit einem Abstieg ohne Hilfsmittel auf den letzten Metern (siehe Bilder). Nicht für jedermann zur Nachahmung empfohlen und sicher auch nicht der gewünschte Weg für den Massentourismus. Ein Abstecher zu Schwedenhöhle ist auf jeden Fall auch noch empfehlenswert. Nun schnell den Ostabstieg hinunter und zum Papststein.

Papststein

Papststein – Bildergalerie

Der Parkplatz am Galgen ist nun schon überfüllt. Auf den ‚Normalaufstiegen‘ zum Tafelberg, der dem Gohrisch direkt gegenüberliegt, drängen sich die Menschen. Es gibt aber einen Aufstieg, auf dem wir ganz allein sein werden, den Förstersteig, der in der Nähe des Felsens mit dem merkwürdigen Namen ‚Schlickerschlacker‘ beginnt. Den Weg werde ich jetzt nicht beschreiben. Der Zugang ist nur schwer zu finden. Die Gipfelsicht vom Papststein ist fast ebenso genial, wie vom Gorisch. Die Besucherdichte veranlasste uns aber, am späten Vormittag unsere Wanderung über den Normalabstieg Wirtshaussteig zu beenden und nach Porschdorf zum Mittagessen zu fahren (‚Einkehr‘ in Porschdorf ist empfehlenswert, schmackhafte Speisen, freundliche Bedienung, Preis-Leistungsverhältnis in Ordnung und erstaunlicherweise selbst am Pfingstmontag nicht überfüllt)…

Die Beschreibung einer Rundwanderung über vier der linkselbischen Tafelberge (inklusive Gohrisch und Papststein) findet ihr auf meiner Website zwillingsstiege.de.

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Eine Antwort auf Gohrisch und Papststein – Mainstream?

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