Stiegenpatenschaft und –tour

Über die IG „Stiegen- und Wanderfreunde“ habe ich als einer der Gründungsmitglieder an dieser Stelle schon einige Male berichtet. Eines unserer Ziele ist die Übernahme von „Stiegenpatenschaften“. Was verbirgt sich dahinter? Jeder Pate soll(te) jährlich mindestens zwei Mal „seine“ Stiege begehen und den Zustand dokumentieren. Ein kleiner Stiegenbericht wird danach im Web auf Sandsteinwandern.de veröffentlicht.

Was soll das bewirken? 1. Wollen wir, dass historische Steiganlagen bewahrt werden und ihr Zustand erhalten bleibt. 2. Wollen wir uns aber auch an der Erhaltung beteiligen, wenn dies von öffentlichen oder privaten Träger gewünscht ist (meist wird dieser Träger die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz sein). Ich habe zwar nicht „hier gerufen“, aber auf „wundersame“ Weise waren alle Beteiligten der Meinung, dass ich die Zwillingsstiege in „Patenschaft“ nehmen sollte. Also haben wir eine erste Besichtigungstour in diesem Jahr unternommen. Der Bericht (mit Bildern) ist auf der Website der IG nachzulesen.

ZwillingsstiegeNur eine Begehung der Zwillingsstiege war uns aber zu wenig. Deshalb entstand eine kleine Rundwanderung, die ich hier auch kurz vorstellen möchte. Ausgangspunkt war der Parkplatz am Beuthenfall, der momentan nur eingeschränkt genutzt werden kann (Bauarbeiten). Auf dem breiten Wanderweg in den Diedrichsgrund geht es nur wenige Meter bergan. Gleich hinter der Brücke über die Kirnitzsch zweigt ein unmarkierter Pfad nach rechts ab. Es geht ein kurzes Stück steil den Hang hinauf, danach wird der Weg bequemer und flacher. Über die Gasteltilke geht es durch den Kroatenhau und wir erreichen die Untere Affensteinpromenade genau am Kletterzugang ins Große Bauerloch, welcher uns zur Zwillingsstiege bringt. Zur Zwillingsstiege gibt es den bereits eingangs erwähnten aktuellen Bericht. Wir erreichen am Ausgang der Steiganlage die Obere Affensteinpromenade mit mehreren Möglichkeiten, die Wanderung fortzusetzen. Wir wählen einen wenig bekannten Aufstieg auf das Felsmassiv des Langen Horns und genießen bald einen herrlichen Ausblick von einem Seitenriff aus auf die Schrammsteine und den Falkenstein sowie auf den Ausstieg der Häntzschelstiege auf der gegenüberliegenden Seite.

Blick vom Langen HornBlick vom Langen Horn

Bildergalerie

Über das Lange Horn gelangen wir zum gelb markierten Wanderweg Richtung Kleiner Dom. Wir möchten aber in den Großen Dom absteigen. Der vor Jahren nach einem Felssturz stark in Mitleidenschaft gezogene Große-Dom-Steig war in den letzten Monaten bei Insidern stark in Diskussion (siehe auch einige Blogartikel hier). Edelstahlklammern, die in „Privatinitiative“ gesetzt wurden, waren nach wenigen Monaten wieder verschwunden. Derzeit hilft ein ausgedientes Kletterseil beim Überwinden des Steilstücks. Es leistet gute Dienste, besonders wenn man downhill gehen möchte. Wir steigen also in den Großen Dom ab, durchqueren diesen und gelangen schließlich am Ausgang auf den gelb markierten Wanderweg aus dem Kleinen Dom. Über den Jordan und den (leider asphaltierten) Nassen Grund kommen wir zurück ins Kirnitzschtal. Kurz vor dem Parkplatz Nasser Grund zweigt der Flößersteig nach rechts ab und bringt uns ganz gemütlich in wenigen Minuten zurück zum Ausgangspunkt unserer Wanderung an den Beuthenfall.

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